Was ich noch kurz sagen wollte

Wie hat dereinst der große Philosoph und Denker Sokrates zu Zeiten der Attischen Demokratie gegenüber seinen gelehrigen Schülern Platon, Xenophon und Telefon so treffend erklärt: Ich weiß nur, dass ich nichts weiß! – Und ich bekenne, er ist wie ich! Womit ich hier unter keinen Umständen behaupten möchte, ich wüsste rein gar nichts, denn nichts zu wissen ist ja auch schon etwas. Sein Kollege Kant – wenn ich das mal so flapsig formulieren darf – hat ausgeführt, man solle eine Handlung nur nach der Motivation her beurteilen und nicht nach dem Ergebnis – Recht hat er! Wissen Sie liebe Leserinnen und Leser, das habe ich auch immer meinen Lehrern erklärt! Ich war und bin ja stets bemüht zu verstehen was auf der Welt vor sich geht.

Was heißt Welt? Ich meine die Erde, dieses kleine Sandkorn im doch schon riesigen Universum mit Milliarden Sternen, Galaxien, Planeten und Geschöpfen.

Gerade in diesen hysterischen Zeiten muss man sich das immer wieder klar machen. Und meine kleine, bescheidene Botschaft lautet: Entspannt euch!

Die Welt wird schon nicht untergehen. Also Kopf hoch liebe Freunde, lasst euch nicht entmutigen. Es geht weiter! Und was machen meine Lieblinge die Engländer? Nicht nur, daß Sie Rindfleisch mit Pfefferminzsoße vergewaltigen. Jetzt haben die sogar einen eigenen Virus, weil Ihnen die Euro-Variante nicht gut genug ist! Was habe ich neulich in der hiesigen Zeitung gelesen?

Das war natürlich nur eine rhetorische Frage, ich weiß ja was ich gelesen habe. Der Ex-Bürgermeister von New York und Anwalt von Donald Trump, Rudy Giuliani, zweifelt das Ergebnis der Präsidentschaftswahl immer noch an. In Pennsylvania seien, laut Giuliani, schwere Fehler passiert.

Stalin immer noch am Leben?

So seien Stimmzettel nämlich mehrmals eingescannt worden, genauso in Michigan, was ein Skandal sei! Außerdem sei Stalin immer noch am Leben und hätte seine Finger im Spiel! Hier darf ich Giuliani zu mehr Gelassenheit raten und auf Kant verweisen. – Es zählt nur die Motivation! Außerdem wird der gute Mann ja fürstlich bezahlt, zumindest wenn es stimmt was in den Gazetten steht. 

20.000 Dollar! Im Jahr? Im Monat? Pro Tag! 20.000 Dollar am Tag oder wie Trump sagen würde: Taschengeld!

Aber verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte hier keine Neid-Debatte aufmachen, das liegt mir fern. Ich frage mich nur, was macht Giuliani mit so viel Geld? Mein Rat: besseres Haarfärbemittel kaufen!

Matthias Hock

Autoreninfo /

Matthias Hock ist Schauspieler und Kabarettist und lebt in Aschaffenburg. In seiner Freizeit rudert Matthias sehr gerne und kocht leidenschaftlich.

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