DIE WIEDERENTDECKUNG DES GLÜCKS

ANTONIA MICHAELIS NEUSTER ROMAN MITTEN AUS MADAGASKA.

Die Insel Madagaskar war einst ein Paradies. Doch heute ist davon nicht mehr viel übriggeblieben. Die Insel ist abgeholzt, bettelarm und lebt vom Recycling. Selbst erlebt hat das die Autorin Antonia Michaelis. Sie lebte mit ihrer Familie zwei Jahre auf Madagaskar und wirkte an verschiedenen Projekten mit. Eins dieser Projekte ist das „Lycée Les Pigeons“, eine Schule im Dorf Talata, im Hochland von Madagaskar. Hier ist alles bunt, grün und individuell. Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz gehören zu den Schwerpunkten der Schulbildung und auch ärmere Kinder können zur Schule gehen – eine Seltenheit, denn eigentlich kostet der Schulbesuch in Madagaskar Geld. Antonia Michaelis war selbst Teil der Neuerrichtung und noch heute fließt fast ihr gesamter Verdienst in die Schule und das angeschlossene Kinderhaus.

Antonia Michaelis weiß also, wovon sie spricht, wenn sie in ihrem gerade erschienenen Roman „Die Wiederentdeckung des Glücks“ eine der vielen Geschichten erzählt, wie sie vielleicht nur auf Madagaskar passieren können: Es ist die Geschichte von vier Menschen, deren Lebenswege sich über eine Zeitspanne von 50 Jahren immer wieder kreuzen. Da ist der Straßenjunge Biscuit, der sich einfach weigert, seine Träume aufzugeben.

Da ist die junge Maribelle, die nie gelernt hat, Träume zu haben – bis sie die Kraft ihres Willens entdeckt. Und da sind Terje und seine Tochter Nora aus Deutschland, die nach Madagaskar reisen, um einen Duft zu kreieren, aber statt Blütenmeeren einen ganz anderen Sinn in ihrem Besuch finden. Ihre Schicksale verknüpfte Antonia Michaelis zu einem tief bewegenden Gesellschaftsroman, der zeigt, dass die Vergangenheit sich zwar nicht ändern, aber durchaus recyceln lässt.

Antonia Michaelis begann bereits als Kind zu schreiben. Nach einem Medizinstudium in Greifswald arbeitete sie u.a. in Indien, Peru und Nepal und lebt inzwischen in einem winzigen Dorf an der Ostsee, wo sie Romane und Theaterstücke schreibt und immer wieder ehrenamtlich in der Theaterpädagogik tätig ist.  die Versorgung der Kinder eines der ärmsten Länder der Welt. Die Autorin lebt in Mecklenburg-Vorpommern.

Autoreninfo /

Ralf Kessler hat schon beim Vorgänger des Frankfurter Magazins, der Satirezeitung HERBST, mitgearbeitet und ist ein erfahrener Hase im Journalismus.

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