Wenn du Videos aufnimmst oder bearbeitest, begegnet dir früher oder später die Frage: Mit wie vielen FPS soll ich filmen? FPS steht für Frames per Second, also Bilder pro Sekunde – und beeinflusst maßgeblich, wie dein Video wahrgenommen wird. Hier ist eine einfache Erklärung der Unterschiede.
1. 24 FPS – Kino-Look
- Typisch für: Kinofilme, Serien, Musikvideos
- Wirkung: Natürlich, leicht „träumerisch“, filmisch
- Warum? Unser Gehirn ist daran gewöhnt – das ist der klassische „Cinematic Look“. Bewegungen wirken etwas weicher und kunstvoller.
✅ Ideal für: Erzählerische Inhalte, Vlogs, Interviews mit Atmosphäre
2. 30 FPS – TV-Standard & YouTube
- Typisch für: TV-Formate, YouTube-Videos, Videokonferenzen
- Wirkung: Etwas flüssiger als 24 FPS, wirkt moderner und technischer
- Warum? In vielen Ländern ist 30 FPS (genauer gesagt 29,97) der Standard für TV-Übertragung. Viele Social-Media-Plattformen nutzen es ebenfalls.
In Deutschland wird übrigens im sogenannten PAL-Format gesendet, dieses hat eine Bildwiederholfrequenz von 25 Vollbildern pro Sekunde (fps) oder 50 Halbbildern pro Sekunde
✅ Ideal für: Tutorials, Präsentationen, Alltagsvideos
3. 60 FPS – Extra flüssig
- Typisch für: Sport, Action, Gaming, Zeitlupen
- Wirkung: Sehr flüssig, realistisch, fast „live“
- Warum? Durch die hohe Bildrate wird Bewegung sehr klar dargestellt. Besonders nützlich für Szenen mit schnellen Bewegungen.
✅ Ideal für: Action-Videos, Reaktionsvideos, Zeitlupenaufnahmen (Slow Motion)
4. Welche Bildrate solltest du wählen?
Das hängt vom Zweck ab:
| Inhaltstyp | Empfohlene FPS |
|---|---|
| Vlog / Doku | 24–30 FPS |
| Action / Sport | 60 FPS |
| Zeitlupe | 60 FPS (oder höher) |
| Social Media (Reels, Shorts) | 30–60 FPS |
| Kino-Look | 24 oder 25 FPS |
Tipp: Wenn du Slow Motion machen willst, filme mit 60 oder 120 FPS – du kannst später verlangsamen, ohne dass das Video ruckelt.